Workshops II

Digitale Courage: Social Media Strategien

Julia Preinerstorfer

Die BJV führte im Rahmen ihrer Kampagne #MeinNetz im Herbst 2016 eine Umfrage unter mehr als 400 Jugendlichen zum Thema Medienkompetenz und Internet durch. Die Studie zeigt u.a. auf, wie Jugendliche ihre digitalen Fähigkeiten einschätzen, wie sie diese in ihrem sozialen Umfeld bewerten (z.B. ihre Eltern, MitschülerInnen oder Lehrpersonen), was sie in der Schule im Hinblick auf Medienbildung lernen und was sie sich hier verstärkt wünschen. Auch Fragen wie Internetnutzung, Betroffenheit von Cyber-Mobbing oder Interesse an netzpolitischen Themen wurden abgefragt. In diesem Workshop werden die Ergebnisse vorgestellt, in einen größeren Kontext gestellt und diskutiert.

 

Sozialarbeit in der Primärversorgung – mit und für PatientInnen

Susanna Finker und Christoph Redelsteiner

Die gesundheitliche Primärversorgung soll in den nächsten Jahren weiter entwickelt werden, weg vom klassischen Einzelkämpfertum der Hausärzten und Hausärztinnen hin zu multiprofessionellen Teams. Die Sozialarbeit ist im vorgesehenen Konzept als eine von vielen Berufsgruppen im erweiterten Team eingeplant. Rolle, Position und Arbeitsteilung sind dabei noch „in Bewegung“.
In diesem Workshop wollen wir darüber diskutieren, wie die Zusammenarbeit aussehen kann und welche besondere Funktion Sozialarbeit übernehmen soll und/oder muss.

 

Vergiss doch nicht Soziale Arbeit! Die Rolle der Sozialen Arbeit in der Versorgung von Demenzbetroffenen

Johannes Pflegerl und Heidemarie Hinterwallner

Die Zahl an Demenz erkrankter Personen ist in Österreich in den vergangenen Jahren sehr stark angestiegen, ein Trend an weiteren Neuerkrankungen lässt sich bereits erkennen. In diesem Workshop werden die Ergebnisse eines Bachelorprojektes präsentiert, in dem eine Analyse bestehender  Informations- und Beratungsangebote stattfand, die in NÖ und auch in OÖ für Demenzerkrankte und deren Angehörige vorhanden sind bzw. an deren Stellen SozialarbeiterInnen bereits fester Bestandteil des Kernteams sind. Zudem wurden in dem Projekt neben den Funktionen und Tätigkeiten der SozialarbeiterInnen auch die Bedürfnisse der Angehörigen von Demenzerkrankten näher beleuchtet.

 

Queere Soziale Arbeit –  Konzepte und Kompetenzen in der Arbeit mit LGBTIQ*Personen

Paul Haller und Marlene Pillwein

In Praxis und Lehre der Sozialen Arbeit ist die Thematisierung von LGBTIQ*-Lebensrealitäten und von heteronormativen Strukturen – also gesellschaftlichen Denk- und Handlungsmustern, die Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit zur Norm erheben – immer noch rar. Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession muss daran arbeiten diese Lücke zu schließen. Davon profitieren nicht nur lesbische, schwule, bisexuelle, intergeschlechtliche, transidente und/oder queere (LGBTIQ*) Klienten und Klientinnen, sondern auch Professionisten und Professionistinnen, die auf Basis einer vielfaltsfördernden Haltung, Selbstsicherheit für ihre konkrete Praxis gewinnen können. Unser Workshop soll nach der Klärung von zentralen Begriffen und Konzepten ein Bewusstsein für die Relevanz von queeren Themen in der Sozialen Arbeit schaffen. Anhand von konkreten Beispielen aus unterschiedlichen Handlungsfeldern wird erarbeitet, welche Kompetenzen es braucht, um die Handlungsfähigkeit von Sozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen im Umgang mit queeren Themen zu erhöhen.

 

Inklusive Mobilität

Michaela Moser

Das Masterprojekt „Inklusive Mobilität“ beschäftigte sich mit aktuellen Problemen und innovativen Lösungsansätzen zu der Thematik inklusive Mobilität. Mobilität ist ein wichtiger Faktor für die Möglichkeit der Teilhabe am sozialen, kommerziellen, kulturellen und politischen Leben. Mobilitätsarmut bedeutet verringerte Chancen zur Verwirklichung vorhandener Mobilitätsbedürfnisse. Das Forschungsprojekt legte daher den Schwerpunkt auf die Erforschung von Problemfeldern und Herausforderungen für von Mobilitätsarmut betroffenen Bevölkerungsgruppen (Flüchtlinge, Kinder und Jugendliche, Alleinerziehende, Alte Menschen und Langzeitarbeitslose) im ländlichen und städtischen Raum. Im Fokus des Forschungsprojekts standen zudem die Analyse von Best-Practice-Modellen und die Erforschung deren Beitrages zur Verbesserung von Mobilitätsproblemen.
Im Workshop laden Studierende der Masterprojektgruppe ein, mittels Methoden des Forumtheaters  in Diskussion zu treten. Überlegungen zur konkreten Umsetzung von Rahmenbedingungen für alle Menschen anzustellen, um selbstbestimmt und mit gleichen Teilhabechancen Zugang zu der Ressource Mobilität zu haben bzw. diese nutzen zu können.