Workshops

Workshops Teil I (11:15-12:45)

WS 1 | Soziale Innovation – Eine Selbsteinschätzung in elf Schritten

Projektleitung: Sylvia Supper und Schifteh Hashemi Gerdehi
Studierende: Dominik Gruber, Andreas-Artus Walter, Lisa Rauch, Lisa Amon, Miriam Jutz, David Hochegger und Siegfried Molan-Grinner

Was bedeutet Soziale Innovation in der Praxis?
Anhand von im Masterforschungsprojekt erarbeiteten Instrumenten (SI-Bandolino, Kriterienkatalog) üben sich die Teilnehmer*innen darin einzuschätzen, wie sozial innovativ sie und ihre Organisationen sind.
Mit Beispielen aus der Praxiserfahrung der Teilnehmer*innen werden mit Hilfe von elf Kriterien das sozial innovative Potenzial von Projekten und Organisationen eingeschätzt und Anregungen zur Weiterentwicklung erarbeitet.

WS 2 | Digiwork. Onlineberatung als Chance für die Soziale Arbeit.

Projektleitung: Florian Zahorka und Christoph Musik
Studierende: Roman Brandstetter, Iris Stuhr, Lukas Klingenbrunner und Jessica Bos

Abstract: Was passiert, wenn die Soziale Arbeit auch Onlineberatung anbietet? Die Onlineberatung ist in einigen Einrichtungen bereits Bestandteil von Interventionsformen. Gemeinsam wollen wir uns ansehen, wie eine Onlineberatung ablaufen kann und wo die Unterschiede zu einer persönlichen Beratung liegen. Doch darf die Soziale Arbeit einen Schritt weitergehen und in etablierten Social-Media-Plattformen proaktiv agieren? Dieser spannenden Frage werden wir uns gemeinsam widmen und hierzu Gedanken, Erfahrungen, Meinungen und Wissen bündeln.

WS 3 | Unser Leben – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Projektleitung: Monika Vyslouzil
Studierende: Judith Halmetschlager

Der Workshop „Unser Leben – Gemeinsamkeiten & Unterschiede“ hat das Ziel, durch die persönliche Auseinandersetzung mit geflüchteten Menschen, deren Anliegen, Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen.  Für diesen Austausch haben sich geflüchtete Menschen aus Syrien zur Verfügung gestellt. Alle Teilnehmer*innen sind eingeladen, ihre persönlichen Vorstellungen von einem friedlichen Miteinander auf Augenhöhe auszutauschen.
Unterstützt wird dieser Prozess im Workshop durch spielerische didaktische Elemente und gemeinsames Essen und Trinken.

WS 4 | Solidarökonomie und Sozialarbeit

Projektleitung: Christian Tuma und Thomas Truppe
Studierende: Elke Bandion, Veronika Hofbauer, Nathalie Klaghofer, Esther Lechinger, Vera Matouschek, Sarah Schacherl, Hannah Schütz, Christina Sedlak und Clemens Rosenthaler

Projekte der Solidarökonomie (Tauschbörsen, Gemeinschaftsgärten, Food-coops, Reparaturcafes, Plattformen zur Softwareentwicklung usw..) sind überwiegend subsistenz- und gemeinwirtschaftlich orientiert und verstehen sich oft als Gegenentwürfe zum „klassischen Wirtschaftsmodell“.
Kommt solchen Projekten ein relevanter Stellenwert in der praktischen Sozialarbeit zu? Wie sehen die Zugangsvoraussetzungen und Unterstützungsformen, die rechtlichen Rahmenbedingungen und Organisationsformen aus? Können sie die Inklusion von Nutzer*innen der SA unterstützen?
Diese und andere Fragen werden wir im Workshop behandeln und dabei auch unsere Einschätzungen und Praxiserfahrungen austauschen können.

WS 5 | Die neue Rolle und Position der Sozialarbeit in den Niederlanden

Projektleitung: Peter Gramberg
Studierende: Maarten Broeks, Alies ten Klooster, Monique Koelma und Eliane Otten
Hogeschool Saxion, Enschede (NL)

Der Übergang und die Transformation seit 2015 im sozialen Bereich in den Niederlanden erfordern eine grundlegende Verschiebung der Positionen von Regierung, Fachleuten und Bürgern in ihrer Rolle als Freiwilliger, Klient, Nachbar, informeller Betreuer oder Mitglied des sozialen Netzwerks einer Person. Im Zusammenspiel von Bürgern, Fachleuten und Regierung ändern sich die gegenseitigen Positionen ständig.
In diesem Workshop werden wir dieses Thema aus verschiedenen Perspektiven diskutieren: Kommunale Ebene, psychiatrische Versorgung, Altenpflege und Suchtpflege.

Workshops Teil II (13:45 – 16:15)

WS 6 | Community Response Team – Modellpräsentation und Diskussion

Projektleitung: Christoph Redelsteiner und Florian Zahorka
Studierende: Marie-Therese Klamminger, Lisa Krähan und Sophie Nix

Ausgehend von dem im Forschungsprojekt erarbeiteten Modell „Community Response Team“ – Verbindungen zwischen Rettungs- und Sozialwesen im ländlichen Raum – laden wir zur kritischen Diskussion dessen ein. Die Themenbereiche „Ehrenamt und Professionalität“, „Mobilität“, „sozialarbeiterische Schulung im Gesundheits- und Rettungswesen“ sowie „Hürden in der Soziallandschaft im ländlichen Raum“ (am Beispiel des politischen Bezirks Melk) werden besonders hervorgehoben.
Der Workshop richtet sich an Sozialarbeiter*innen im ländlichen Raum, Mitarbeiter*innen des Rettungs- und Gesundheitswesens sowie weitere Interessierte.

WS 7 | Soziale Arbeit in der Demenzberatung

Projektleitung: Johannes Pflegerl
Studierende: 11 Studierende des Bachelor Studiengangs Soziale Arbeit 6. Semester

Eine Projektgruppe des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit der Fachhochschule St. Pölten befasst sich seit Oktober 2018 damit, welche Voraussetzungen für im Bereich der Demenzberatung tätige Organisationen in Niederösterreich gegeben sein müssen, um Sozialarbeiter*innen für diese Aufgabe tatsächlich zu beschäftigen. Weiters erfolgt eine Auseinandersetzung mit erforderlichen Bedingungen für Sozialarbeiter*innen, um eine Berufstätigkeit im Rahmen der Demenzberatung anzustreben. Ein weiteres Ziel der Projektarbeit ist es, den Mehrwert Sozialer Arbeit für die Demenzberatung darzustellen. Zentrale Ergebnisse der Projektarbeit werden präsentiert und zur Diskussion gestellt.

WS 8 | Inklusion im Kontext von Extremismus: narrative Biographiearbeit und Online-Streetwork

Projektleitung: Monika Vyslouzil
Studierender: Džemal Šibljaković

In unserer Forschungsgruppe „Inklusion aus erster Hand“ gehen wir davon aus, dass Menschen, die von Exklusion betroffen sind, vermehrt die Möglichkeit bekommen sollten über ihre eigene Situation zu berichten.
In diesem Workshop geht es darum, dass (ehemals) radikalisierte Jugendliche über ihre jeweiligen Wege zur extremistischen Ideologie des sogenannten „Islamischen Staates“ berichten, wodurch Schulungsmaterialien und Inhalte entwickelt werden, die direkt von den „Expert*innen in eigener Sache“ erarbeitet und in weiterer Folge für Multiplikator*innen zur Verfügung gestellt werden sollen. Besonders interessant ist dabei die Anwendung innovativer Methoden wie der narrativen Biographiearbeit und dem Online Street Work.

WS 9 | Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Kinder- und Jugendhilfe

Projektleitung: Andrea Pilgerstorfer und René Hübl-Fischer
Studierende des Masterlehrgangs Sozialpädagogik 4. Semester

Moderne Sozialarbeit/Sozialpädagogik sieht Partizipation als unumstößliches Prinzip der Fachdisziplin(en). Wie kann nun dieses Ziel in Einrichtungen zur vollen Erziehung im alltäglichen Betreuungsprozess erfolgreich umgesetzt werden? Dieser Fragestellung ist im Masterprojekt des Lehrgangs für Sozialpädagogik in einem partizipativen Forschungsprojekt nachgegangen worden.
Auf Grundlage der Erkenntnisse soll in dem Workshop mit den Teilnehmer*innen zum Thema Partizipation und Empowerment bei Entscheidungsprozessen in der Sozialen Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen gearbeitet werden. Durch gezielte Methoden der Partizipation und eines empowermentorientierten Handlungsansatzes können Interventionen zum einen dazu beitragen der UN-Konvention für Kinderrechte entsprechend zu verfahren und zum zweiten erfahren die Kinder- und Jugendlichen Selbstwirksamkeit und erarbeiten sich Lebenskompetenzen.

WS 10 | Wege der Professionalisierung durch die Inklusionsberatung: Erfahrungen eines Pilotprojektes an der FH in Kooperation mit Sozialeinrichtungen in St. Pölten

Projektleitung: Christine Haselbacher und Kurt Fellöcker
Studierende: Stephanie Aigner, Caroline Garschall, Patricia Grünauer, Markus Hauer, Marija Jelecanin, Helene Punz und Judith Ziegler

Studierende stellen ihre Ergebnisse von drei Masterthesen zum Pilotprojekt „Inklusionsberatung“ dar. Inhaltliche Schwerpunkte sind Wege der Professionalisierung und Möglichkeiten des Kompetenzerwerbs durch die Verlagerung des Lernortes in die Praxis. Welchen Nutzen Studierende davon haben können, wird anhand von Erfahrungen aufgezeigt. Ergebnisse darüber, wie Kooperationsmanagement mit der FH und Sozialeinrichtungen im Raum St. Pölten gelingen kann und was es dazu braucht, werden ebenfalls dargestellt.

Das vollständige Programm finden Sie hier.