16:00 – 17:30 Workshops II

Älter werden in St. Pölten

In diesem Workshop werden die Ergebnisse des Masterprojektes „Älter werden in St. Pölten“ vorgestellt, das in der Zeit zwischen September 2014 und April 2016 durchgeführt wurde. Auf Basis von ausführlichen Interviews mit älteren Menschen sowie Befragungen von Personen, die im kommunalen und nichtkommunalen Bereich der Stadt für SeniorInnen und deren Angehörige tätig sind, wurden Bedürfnisse der älteren Menschen, ihr Gestaltungswillen bzw. ihre Wünsche nach Rückzugsmöglichkeiten und gewünschten Rahmenbedingungen für ein gelingendes und zufriedenes Leben im Alter in St. Pölten analysiert. Daraus wurden Vorschläge für einen Umgang der Sozialen Arbeit mit Anpassungsleistungen im Alter entwickelt, darunter Handlungsanleitungen für eine Soziale Beratung älterer Menschen sowie Vorschläge für eine bessere Erreichbarkeit und einen verbesserten Zugang zu Beratung und Information für ältere Menschen in Form des Modellprojekts „Älter werden im Stadtteil“. Des Weiteren erfolgte eine Analyse von Angeboten, Gestaltungs- und Teilhabemöglichkeiten für ältere Menschen auf kommunaler wie auch auf nichtkommunaler Ebene, auf deren Basis Empfehlungen zur Verbesserung der Lebenssituation älterer Menschen in der Stadt entwickelt wurden.

Vortragende:
Gabriele Drack-Mayer, Ulrike Hofstetter, Roman Hackl-Labenbacher, Alina Mang, Manuela Mauberger, Claudia Moharitsch-Behofsits und Margot Schöbl, FH St. Pölten

Einleitung: Johannes Pflegerl

Bridging Gaps: Brücken bauen – Verbindungen schaffen. Projekt des Karl Ritter von Ghega Instituts und Ilse Arlt Instituts der FH St. Pölten im Rahmen von Talente Regional

Im Projekt „bridging gaps“ wird anhand von technischen Fakten und Analysen zum Brückenbau und zum Lebenszyklus einer Brücke (Vor-)Schulkindern gemäß ihrer jeweiligen Bildungsstufe die Funktion einer realen Brücke sowie deren Planung, Kostenrechnung und Instandhaltung dargelegt. Gleichzeitig bietet dies die Möglichkeit, die symbolische Bedeutung einer Überbrückung von sozialen Differenzen wie z.B. Bildungs- bzw. Herkunftsniveaus zu thematisieren und mit den (Vor-)Schulkindern zu reflektieren, wie solche „social gaps“ überbrückt und konstruktiv bearbeitet werden können.

Vortragende:
Susanne Binder und Sabrina Kopf, FH St. Pölten

Arbeiten ohne Papiere, aber nicht ohne Rechte: Workshop für MultiplikatorInnen

MigrantInnen haben in Österreich häufig keinen freien Arbeitsmarktzugang und müssen undokumentiert oder (schein)selbstständig arbeiten. Doch auch undokumentiert Arbeitende haben Rechte. Neben Beratung und Begleitung bietet die Anlaufstelle zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender (UNDOK) daher kostenlose Workshops für MultiplikatorInnen sowie für undokumentiert Arbeitende an. In diesem Workshop wird das notwendige Basiswissen und die wichtigsten praktischen Schritte vermittelt, um die eigenen Rechte und Ansprüche gegenüber dem/der ArbeitgeberIn erfolgreich einfordern und durchsetzen zu können. Denn das Wissen über die eigenen Rechte ist die wichtigste Voraussetzung, um sich gegen Ausbeutung zur Wehr setzen zu können!
Mehr Informationen: www.undok.at

Vortragende:
Sandra Stern, UNDOK

Inklusion und ihre Entwicklung in den Niederlanden

Einleitend beschreiben wir das Konzept von Inklusion. Was bedeutet Inklusion und welche Ziele werden verfolgt? Als Intermezzo wird ein kleiner Film gezeigt. Einer kurzen Beschreibung über die Stand der Entwicklung in den Niederlanden folgt ein Austausch über die real existierende Praxis in Kleingruppen. Die Resultate der Diskussionsgruppen werden anschließend zusammengefasst.

Vortragender:
Fred Brouwer, Tineke Goosesens, Sandra Selfhout, Saxion University of Applied Sciences, Niederlande

Grenzen wahrnehmen – empathisch bleiben! Gewaltfreie Kommunikation als Werkzeug und Weg

Menschen, die Unterstützung und Hilfe brauchen, stehen vor uns – und wir als BegleiterInnen gehen dabei bis ans Limit unsere Kapazitäten (und darüber), helfen, unterstützen, hören zu, suchen nach Lösungen, wollen empathisch bleiben, aber auch unsere Grenzen wahrnehmen. Mit Werkzeugen der gewaltfreien Kommunikation können Wege gefunden werden, empathisch mit sich selbst und auch seinem Gegenüber zu bleiben, eigene Grenzen zu erkennen und Möglichkeiten zu finden, diese freundlich zu kommunizieren.

Vortragende:
Hanna Grubhofer, Psychologin, Trainerin gewaltfreie Kommunikation, systemisches Coaching
Stephanie Steyrer, Sozialarbeiterin, Begleiterin von Integrationsprozessen

Selbstverteidigungs- und Deeskalationstrainings als Ressource für Sozial- und Schulpädagogik

Deeskalationstrainings sind in der Arbeit mit Jugendlichen in verschiedenen Präventionsstufen weit verbreitet. Zunehmend greifen auch Einrichtungen der Sozial- und Behindertenpädagogik auf diese Angebote zurück um ihren Mitarbeitern im Umgang mit aggressiven Konflikten neue Werkzeuge zur Verfügung zu stellen und das Konfliktverhalten der Professionisten positiv zu beeinflussen. Vor allem kombinierte Trainingsprogramme aus Deeskalations- und Selbstverteidigungselementen, die einen hohen Selbsterfahrungsanteil beinhalten, haben sich als besonders zielführend und nachhaltig erwiesen.

In diesem Workshop werden anhand von aktuellen Projekten aus der Steiermark verschiedene Aspekte der Anwendung in der sozialpädagogischen Praxis beleuchtet, die zu einer Diskussion über mögliche Chancen und Risken (Kleingruppe und Plenum) und die Erarbeitung eigener Positionen anregen sollen. Eine aktuelle entstehende Masterarbeit über die Durchführung und Evaluation eines Selbstverteidigungs- und Deeskalationstrainings für Pflichtschullehrer in der Steiermark wird vorgestellt, die AutorInnen möchten diesen Workshop als sounding board für ihre Arbeit nutzen.

Vortragende:
Friedrich Mayer
Michaela Ladreiter
Raimund Vaseghi (8-facher österreichischer Staatsmeister im Tae-kwon-do, Lehrbeautragter des Universitätssportinstituts Graz und der Bundessportakademie, Deeskalationstrainings, Betreuer im Rahmen der Jugendwohlfahrt, Mitbegründer von „Kickstart“)

Hier geht es zurück zum Programm des Social Work Science Day 2016.