14:00 – 15:30 Workshops I

Grenzen der Hilfsbereitschaft? Analysen, Kontroversen und Praxen der Arbeit mit und von Geflüchteten

Vortragende:
Zmary Gharwal, Blogger, European Social Work HUB for Asylum Seekers and Refugees
Susanna Geretschnig, Bezirkshauptmannschaft Mödling (angefragt)
Martina Hoepler-Amort, Trainerin, Coaching

Moderation: Christine Haselbacher, FH St. Pölten

Brücken bauen – Offene Jugendarbeit und Gemeinden

Diskussion eines Leitfadens zum Zusammenleben in der Gemeinde

Moderation:
Daniela Kern-Stoiber, bOJA
Werner Prinzjakowitsch, Pädagogischer Bereichsleiter im Verein Wiener Jugendzentren, Vorstand bOJA

Berufsethisch informierte Entscheidungsfindung

Vielleicht fragen Sie sich an manchen Tagen: Habe ich „richtig“ gehandelt? Wir laden Sie ein, Ihre berufliche Expertise einzubringen und im Austausch mit anderen SozialarbeiterInnen zu erweitern. Im Rahmen des Workshops bieten wir Raum für Diskussion, um bewusst aus dem täglichen Handlungs- und Entscheidungsdruck auszusteigen. Anhand von vorbereiteten exemplarischen Fällen bietet sich die Gelegenheit, gemeinsam Handlungsspielräume zu erschließen und Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Ausgehend von ethischen Berufskodex und von Menschenrechts-Dokumenten, schaffen wir einen Rahmen, berufliche Dilemma‐Situationen zu beleuchten. Sie erfahren auch mehr über unsere Masterthesen und haben auch die Möglichkeit eigene Dilemma-Situationen zur Diskussion zu stellen.

Vortragende:
Monika Vyslouzil, Judith Stummer-Kolonovits, Markus Albrecht, Nina Eckstein, Kerstin Brandstetter, Dunja Gharwal, Damaris Janschek, Julia Kimeswenger und Jasmin Seidl, FH St. Pölten

Jugend(arbeit) auf dem Lande – Zur Bewältigung des Jugendlich-Seins in Römerland-Carnuntum

Studierende des Master-Studiengangs Soziale Arbeit führten die Studie zwischen September 2013 und Mai 2016 durch. Die Arbeit liegt in Gestalt von drei Gemeindestudien mit den Schwerpunkten in den Themengebieten Alltags- und Lebensbewältigung von Jugendlichen, Jugendbildern, Selbstorganisation sowie Phänomenen sozialer Schließung und attraktive Plätze für Jugendliche vor. Die Fotoausstellung thematisiert die erschlossene “do-it-yourself”-Mentalität, den oft erschwerten Zugang zu Mobilität, die zum Teil ambivalente Haltung gegenüber Unterstützungsangeboten von außen sowie nur schwer ausdrückbare moralischen Parameter rund um das Dabei-Sein in Gruppen, um das Dazugehören zu „Kerngruppen“ der Dörfer und Gemeinden.

Vortragende:
Bernd Leidl, Thomas Truppe, Bianca Öltze, Simone Kerzendorfer, Julia Staudinger, Stefan Kalnoky, Korbinian Schleicher, Nicole Göttl, Marion Lorenz und Stephanie Deimel, FH St. Pölten

Sozialpädagogik an der FH St. Pölten, im Anschluss: Lesung „Aus dem Leben von Pippi Langstrumpf 2016 – Rollenvielfalt in der Sozialpädagogik”

Die Fachhochschule St. Pölten startete heuer bereits zum zweiten Mal den Hochschullehrgang Sozialpädagogik, womit ein in Österreich einzigartiges Angebot geschaffen wurde, Sozialpädagogik auf Hochschulniveau und dennoch praxisnah zu studieren. Dieses Angebot formt auch ein Stück weit die Sozialpädagogische Landschaft und Disziplin. Im Vortrag werden Diskurse beschrieben zu denen sich die Sozialpädagogik an der FH verbindet, außerdem Praxisfelder und mögliche Rollen der Sozialpädagogik, die zur Diskussion stehen.

Daniela Koller und Veronika Prantl lesen aus Kapiteln von Pippi Langstrumpf, die Studierende des Hochschullehrgangs im Rahmen einer Lehrveranstaltung mit Christine Haselbacher ins Jahr 2016 transformiert haben. Darin enthalten sind sehr viele Geschichten und Deutungen, anhand derer sozialpädagogische Rollen reflektiert und diskutiert werden können. Es gibt ein Jugendzentrum, das Ausprobieren Substanzen aller Art, triste Realitäten jugendlicher Alkoholszenen und Kofferraum saufen, auch kleine weiße Pillen, die das groß werden verhindern sollen. Was ist angemessenes sozialpädagogisches Handeln? Woran orientiert es sich? Die BesucherInnen dieses Workshops werden zur Diskussion geladen. Die Geschichten über Pippi Langstrumpf 2016 dienen dabei der Inspiration.

Vortragende:
Andrea Nagy, Daniela Koller und Veronika Prantl, FH St. Pölten

Let’s organise! Organisieren wir uns!

Rund um Arbeit und Engagement mit und von Geflüchteten sind auch Dringlichkeit und Bedeutung von Selbstorganisation und verschiedenen Ansätzen des „Organising“  gewachsen. Erinnerungen, ein Anknüpfen und Weiterentwickeln von Strategien und Methoden, wie sie u.a. schon in den 30er Jahren von Saul Alinksy praktiziert und seither von vielen sozialen Bewegungen und Initiativen, in Gemeinwesen- und gewerkschaftlicher Arbeit weiter geführt wurden, tun not. Im Workshop geht es um alte und neue Ansätze des „Organising“ und um die Frage, was es braucht, um die nötigen Strukturen der Selbstorganisation aufzubauen und zu stärken. Im Zentrum steht dabei u.a. der nachhaltige Einsatz kollektiver Ressourcen sowie um die Frage möglicher Allianzen mit weiteren relevanten gesellschaftlichen AkteurInnen. Wie können wir angesichts der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Situation Druck für positive Veränderungen mobilisieren, Beteiligung organisieren, Druck machen, kurz: kollektiv etwas bewegen, ohne dabei selbst kaputt zu gehen.

Vortragende:
Sandra Stern, UNDOK
Michaela Moser, FH St. Pölten

Hier geht es zurück zum Programm des Social Work Science Day 2016.